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SpVgg Stegaurach - 1. FC Nürnberg U23 1:4 (0:2)

Team mit sehr solider Leistung

Mit dem Blick auf die Tabelle vor dem Spiel, schien dieses ein Duell auf Augenhöhe zu werden, zumal die Clubreserve durch Krankheit auf einige Spielrinnen verzichten musste. Zudem ist Stegaurach das Team mit den meisten Zuschauern bei Heimspielen. Der "zwölfte Mann" auf dem Platz ist oft eine zusätzliche Motivation.
So starteten die Gastgeberinnen mit viel Tempo und pressten frühzeitig auf die Abwehrkette. Diese jedoch war darauf eingestellt und ließ wenig zu. Daraufhin versuchte es Stegaurach aus der Distanz, aber die Bälle waren zu ungenau, oder zu harmlos.
Vom Club war offensiv die ersten 20 Minuten wenig zu sehen. Dies änderte sich jedoch, da es Stegaurach nicht mehr schaffte, alle Räume zu besetzen. So wurden die ersten Offensivaktionen durch Rebecca Leinberger noch aus der Distanz kreiert, jedoch zeichnete sich immer deutlicher der höhere Spielanteil ab.
Die zweite, richtig gute Offensivaktion nach 25 Minuten über den linken Flügel, wurde von Tessa Groitl präzise in den Fünfer gebracht. Scheinbar kein Problem für die Torhüterin, jedoch rutschte ihr der nasse Ball durch die Hände und Hannah Popp musste diesen nur noch über die Linie drücken. Vier Minuten später trug sich wieder der Torgarant Rebecca Leinberger in die Torschützenliste ein. Ein direktes Zuspiel, Annahme, Drehung, Schuss, Tor - effektiver und schneller kaum möglich.
Nach Wiederanpfiff blieb der Club die spielbestimmende Mannschaft. Selbst, der aus meiner Sicht nicht gerechtfertigte Elfmeter, brachte das Team nicht aus dem Spielrhythmus. Ein geklärter Ball wurde durch Pia Weiss behauptet, aber die nachsetzende Stegauracher Spielerin verpasste ihr dabei einen "Gehfehler", sodass sie auf den Ball fiel und diesen mit der Hand berührte. Der Unparteiische entschied auf Handspiel und Strafstoß.
Die richtige Antwort auf den Anschlusstreffer fand Tessa Groitl, die nach Anstoß in der 57. Spielminute, den Ball aus halbrechter Position mit ihrem starken linken Fuß im langen oberen Eck versenkte. Vier Minuten später wiederholte dies Neele Reisberger aus halblinker Position, aber "Neele-Like" natürlich mit links.
Danach steckte Stegaurach auf und auch die Cluberinnen ließen es langsamer angehen. Bis zum Abpfiff verflachte das Spiel Zusehens, wohl auch ein Tribut an das Tempo zuvor, den großen Platz und die Temperaturen.
Trainer Marcel Schmitz nach dem Spiel: "Der vierte Sieg in Folge, ein Kompliment an die Mannschaft, die heute das Spiel sichtbar dominierte. Die beiden U17 Spielrinnen Tessa und Neele haben sich gut in das Team integriert und ihre Stärken gezeigt. Jetzt gilt es diese positiven Erlebnisse mit in die zweite Hälfte der Vorrunde zu nehmen. Schon am kommenden Wochenende treffen wir auf den VfR Stadt Bischofsheim, aktuell Tabellenletzter, aber keinesfalls zu unterschätzen."

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