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1. FC Nürnberg - SC Freiburg II 4:1 (2:0)

Mai schießt Clubfrauen zum Heimsieg gegen Freiburg

Nach einer langen Wintervorbereitung war es endlich soweit, das erste Punktspiel des Jahres 2019 stand auf dem Spielplan. Zu Gast war die Bundesligareserve aus Freiburg. Nach den erfolgreichen Testspielen und intensiven Trainingswochen stellte das Spiel gegen die technisch versierten Breisgauer gleich einen echten Härtetest für die Clubfrauen dar.
Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften vornehmlich im Mittelfeld ab und keine Seite konnte sich große Feldvorteile erspielen, da gerade vor der Abwehr das Zentrum extrem kompakt gehalten wurde. Freiburg versuchte über schnelle Kombinationen ins letzte Drittel zu gelangen, während die Clubfrauen oftmals den Pass in die Tiefe suchten. Jedoch zeigte sich die Freiburger Abwehrreihe und die aufmerksame Gästetorhüterin Luisa Palmen fokussiert an diesem Sonntagmorgen. Ein erstes Mal Gefahr strahle ein Distanzschuss von Luisa Richter in der 21. Spielminute aus, der den Weg an der Gästequerbalken fand. Auch Nastasja Lein scheiterte kurze Zeit später bedrängt durch ein Abwehrbein knapp. Die Clubfrauen erhöhten nun die Schlagzahl und wurden in der 35. Minute belohnt. Auf Zuspiel von Nadine Nischler zog Franziska Mai vors Tor und vollendete zum vielumjubelten 1:0 Führungstor. Freiburg zeigte sich keineswegs geschockt und versuchte weiterhin sich hinter die Clubabwehr zu kombinieren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Mirjam Steck nach einer Standardsituation den abgewehrten Ball erneut hoch in den 16er, wo Franziska Mai mustergültig per Kopf zum 2:0 einnickte.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste einen besseren Start in die zweite Halbzeit und kamen vermehrt vor den 16er der Clubfrauen. In der Druckphase der Freiburger hatte Nastasja Lein in einer Kontersituation die Chance auf 3:0 zu erhöhen, wurde aber final von der Verteidigerin abgedrängt und kam so nicht mehr zu einem platzierten Abschluss. Freiburg investierte weiterhin viel, die Clubfrauen konnten aber in Umschaltmomenten clever die sich bietenden Räume nutzen. So gelang Franziska Mai in der 75.’ ihr drittes Tor am heutigen Tag. Nach einem langen Ball in Richtung Freiburger Tor konnte Nadine Nischler diesen zwar nicht über die Linie befördern, in der Unordnung aber irgendwie an der Freiburger Torhüterin vorbeispitzeln, die den im 5er springenden Ball nicht final unter Kontrolle brachte. Die aufgerückte Mai drückte zur Verärgerung der Gäste das nach ihrer Meinung nicht mehr freie Spielgerät entschlossen über die Linie. Die Antwort der Freiburger ließ nicht lange auf sich warten. In einer 1:1 Situation konnte Lea Paulick die Clubfrauen in der 78.’ Minute noch vor dem Gegentreffer bewahren, ebenso wie bei einem platzierten halbhohen Schuss von der 16er Kante. In der 81.’ Minute köpfte Felicitas Gutmann das 3:1 nach einer Standardsituation am langen Pfosten ein. Den alten Toreabstand stelle die eingewechselte Lisa Tietz in der 90.’ Spielminute nach Schnittstellenpass von Nadine Nischler wieder her. Kurze Zeit später beendete die Unparteiische Marie-Theres Mühlbauer die unterhaltsame Partie wodurch die Punkte heute auf das fränkische Konto wanderten.
Trainer Osman Cankaya zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Mannschaftsleistung, der Entwicklung seiner Spielerinnen und erinnerte an das Hinspiel in Freiburg: „Auch im Hinspiel haben wir gegen spielerisch starke Freiburger am Ende die Oberhand behalten. Im Vergleich zum heutigen Spiel uns aber viel weniger zwingende Torchancen erarbeitet und durch das nötige Quäntchen Glück und Entschlossenheit bei Standardsituationen unsere Tore erzielt. Die geschlossene Mannschaftsleistung im Rückspiel zeigt den eingeschlagenen Weg unserer Spielerinnen gut auf. Wir haben uns zahlreiche gute Torchancen erspielt und in der gesamten Mannschaft eine reifere Spielanlage. Wir müssen in den kommenden Begegnungen diesen Trend bestätigen und weiter detailliert an einzelnen Facetten mit und gegen den Ball arbeiten. Die drei Punkte heute sind dafür gute Motivation und Bestätigung auf unserem Weg."