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1.FC Ingolstadt - 1.FC Nürnberg 2:1 (2:0)

Keine Punkte beim Spitzenreiter

Gegen den FC Ingolstadt wollte die Mannschaft von Osman Cankaya die ansteigende Form der letzten Wochen bestätigen und im Vergleich zum Hinspiel deutlich dominanter auftreten. In der Anfangsphase der Begegnung gingen beide Mannschaften gleich ein hohes Tempo und es herrschte gleich viel Betrieb in und um den jeweiligen 16ern. Die beste Chance auf Nürnberger Seite hatte Nadine Nischler, nach Flanke von Franziska Mai. Ihre Direktabnahme flog aber knapp über den Querbalken. Ingolstadt versuchte im Anschluss durch schnelle Umschaltsituationen hinter den Rücken der Abwehr zu gelangen. In der 21. Spielminute zeigte die souverän leitende Schiedsrichterin Daniela Göttlinger nach einem Zweikampf im 16er auf den Elfmeterpunkt. Alina Mailbeck verwandelte sicher zum 1:0 für die Schanzer. Durch das frühe Gegentor beeinflusst erspielte sich Ingolstadt zunehmend Feldvorteile und konnte in der 30. Minute auf 2:0 erhöhen. Nach leichtfertigem Ballverlust schaltet die Heimmannschaft schnell um und zog eine scharfe Flanke in den Nürnberger Strafraum. Die gesamte Gästedefensive agierte zu zaghaft und die einlaufende Anna-Maria Buckel schob den Ball aus der Nahdistanz zur Pausenführung ins kurze Eck ein.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten beide Mannschaften erneut die Schlagzahl und versuchten sich Feldvorteile zu erspielen. Dies gelang den Clubfrauen mit zunehmender Spielzeit immer besser, im letzten Drittel fehlte aber erneut in den Schlüsselsituationen das Schussglück, die Ruhe vor dem Tor, oder die Ingolstädter Verteidigung schloss rechtzeitig gekonnt die Reihen. So musste eine Standartsituation für den Anschlusstreffer her. Nach Eckball von Hanna Sauer legte Anna Madl per Kopf auf Nina Raasch ab, die den Ball über die Linie wuchtete. Nürnberg blieb nun am Drücker, wobei Ingolstadt weiterhin jederzeit brandgefährlich blieb und nun auch die Clubdefensive vermehrt alles in die Waagschale werfen musste. Weder eine 1:1 Situation durch Lisa Tietz in der 80. Minute noch ein direkter Freistoß durch die eingewechselte Rebecca Leinberger mit dem Schlusspfiff brachten den finalen Ausgleichstreffer für die Franken, womit die Begegnung 2:1 endete. Nach der kommenden Trainingswoche wartet mit dem SV Alberweiler (14.04.2019, 14:00 Uhr, Sportpark Valznerweiher) bereits eine nächste Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel auf die Clubfrauen, bevor es zum Pokalkracher gegen Fürth (22.04.2019, 16:00 Uhr, Fürth) geht.

Osman Cankaya: „Mit Ingolstadt und uns trafen zwei völlig unterschiedliche Mannschaften und Spielideen aufeinander. Ingolstadt will den Ball meistens direkt und lang über die letzte Kette schlagen und arbeiten viel mit diagonalen Bälle, wir hingegen möchten das Mittelfeld mit kurzen Pässen bespielen und nicht überbrücken. Es ist sehr schade, dass wir Ingolstadt durch individuelle Fehler ermöglicht haben, in der ersten Halbzeit 2:0 in Führung zu gehen. Wir hatten über weite Strecken das Spiel in unserer Hand und konnten leider gerade nach dem Anschlusstreffer unsere Überlegenheit nicht mit dem 2:2 belohnen. Wir arbeiten weiter an unserer Effizienz, irgendwann wird das Glück zurückkommen. Meiner Mannschaft ein riesen Kompliment. Sie hatte in einem sehr physischen Spiel immer die richtige Antwort und ist unserer Linie treu geblieben.“

Anna Madl: „Nachdem wir anfangs zwei zu einfache Gegentore kassiert haben, hatten wir zum Ende des Spiele noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Da müssen wir einfach Zählbares draus ziehen."

Nina Raasch: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel mit vielen kleineren Fouls. Gerade in der ersten Halbzeit machen wir zu viele individuelle Fehler und belohnen uns vor dem gegnerischen Tor nicht. Nichts desto trotz wäre ein Remis sicherlich gerechtfertigt gewesen.“