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Interview mit dem 2. Vorstand Harald Sauer über aktuelle Fragen

Hallo Harald,
die Mannschaft ist nach vier Spielen in der Liga in eine vorzeitige Winterpause. Es kann durch den Lockdown light auch nicht gemeinsam trainiert werden. Wie ist die aktuelle Situation und wie wird diese Pause genutzt? Wie hält sich die Mannschaft fit?

Erst einmal muß ich sagen, daß der erneute Lockdown doch ein sehr harter Rückschlag für das Team ist. Die Spielerinnen haben, in einer über zwei monatigen anstrengenden Vorbereitungsphase, den ersten Lockdown mit viel persönlichen Einsatz erfolgreich aufgearbeitet. Das Resultat waren vier Siege aus vier Spielen. Dieser Lauf wird nun unterbrochen und man wird nach der kurzen Zeit wieder zurück auf Start geschickt. Das ist Mental eine echte Herausforderung. Nun zu der Frage wie wir die Zeit nutzen. Für November steht der Erhalt der Grundkondition an. Dies versuchen wir durch Gruppenwettbewerbe etwas angenehmer zu gestalten. Für Dezember hoffen wir darauf, daß Mannschaftstraining in welcher Form auch immer, wieder möglich ist. Hier möchten wir dann gerne den Fokus aud die Arbeit am Ball legen. Also technische Grundlagen, wie erster Ballkontakt oder Passsicherheit und Passschärfe. Daneben werden wir auch die Grundidee im Spiel mit und ohne Ball auffrischen. Leider sind dies alles Automathismen, welche bei nicht gebrauch sehr schnell verloren gehen.

Vier Spiele – vier Siege, die Mannschaft ist gut in die Saison gestartet und konnte das Niveau halten. Im letzten Spiel konnte man den ungeschlagenen Gast aus Obertürkheim mit 2:0 besiegen. Läuft alles wie erhofft?
Natürlich gibt es immer Dinge die man besser machen kann und natürlich auch sollte. Aber die Mannschaft kann mit dem geleisteten sehr zufrieden und auch Stolz auf sich sein. Wir haben die maximale Anzahl an Punkten erspielt. Da aufgrund der Corona Situation jederzeit wieder der Quotient entscheidend sein kann, ist dass ein sehr wichtiger Faktor für uns. Nicht nur der Tabellenplatz zählt, sondern auch der Quotient muss so hoch wie möglich gehalten werden.

Wo lag der Fokus im Sommer und hat der sich bis heute verändert?
Im Sommer mussten wir erst vorsichtig den Lockdown aufarbeiten um dann an die typischen Sommerthemen zu gehen. Neben konditionellen und technischen Grundthemen steht die Integration von neuen Spielerinnen in unser System im Vordergrund. Die Grundthemen bleiben nun natürlich die Gleichen, aber im spieltaktischen Bereich können wir auf einen viel höheren Niveau einsteigen und im Feintuningbereich arbeiten.

Die Saison pausiert jetzt und wie bereits erwähnt, wurde die Winterpause vorgezogen. Wie geht es mit der Saison weiter?
Eine sehr gute Frage, da ich hier gleich erste Hand Informationen an unsere Fans weitergeben kann. Der neue Spielplan sieht nach wie vor die Durchführung der Qualifikationsgruppe, sowie die nachgelagerten Auf- und Abstiegsrunden vor. Die Durchführung der Qualifikationsrunde hat für den Verband Priorität. Falls aufgrund von weiteren coronabedingten Absagen die Auf- und Abstiegsrunden nicht zustande kommen sollten, würde der Quotient ins Spiel kommen. Der aktuelle Spielplan sieht für uns den Start in die Rückrunde am 21.Februar mit einen Heimspiel und Derby gegen Weinberg vor.

Auch die Juniorinnen pausieren wieder mit ihrem Spielbetrieb. Die U17 hatte einen überaus guten Re-Start, wie ist die Zufriedenheit mit dem bisherigen Verlauf? Gibt es intern ein Ziel?
Die Vereinsführung ist mir dem Re-Start der U17 und dem ganzen Auftreten der Mannschaft sehr zufrieden. Natürlich wurde die Zeit im Sommer genutzt um sich gezielt zu verstärken, aber ein großes Lob gilt auch der Trainerin Isabell Bauer die hier eine sehr gute Arbeit geleistet hat. Wenn ich unser internes Ziel nenne ist es wohl nicht mehr länger intern, aber es ist offensichtlichr, daß wir mit der U17 so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga wollen. Für dieses Ziel werden wir auf aber auch neben dem Platz alles in Bewegung setzen um es zu erreichen.

Apropos U17. Mit Rebekka Salfelder spielt bereits seit Beginn der Saison eine Spielerin aus dem Jahrgang 2004 in der 1. Mannschaft. Seit kurzer Zeit ist mit Lara Stachowski eine Spielerin direkt aus der U17 in den Kader der Frauen gerutscht, Celia Steinert (Torwart) trainiert bereits seit dem Sommer in der 1. Mannschaft mit. Kann man sagen, die Ausbildung und Weiterentwicklung läuft nach Plan?
Die Entwicklung der genannten Spielerinnen ist sehr erfreulich und zeigt das wir auf einen guten Weg sind. Bei den Strukturen bzgl Ausbildung und Weiterentwicklung haben wir aber noch einige Hausaufgaben zu lerledigen. Wünschenswert wäre es, wenn wir diese positiven Entwicklungen in einer noch größeren Breite erzielen könnten. Das Ausbildungskonzept des Vereins sieht auf sich aufbauende Ausbildungsinhalte in den unterschiedlichen Altersklassen vor. Spielsysteme werden über die Mannschaften vereinheitlicht um eine höhere Durchlässigkeit zu ermöglichen. Ziel ist es unsere Talente in großer Breite über die U16, U17 und U23 gezielt an die 1. Frauenmannschaft heranzuführen.