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Mit 16 Jahren Stammspielerin in der 1. Mannschaft

Interview mit Rebekka Salfelder über ihre Entwicklung, ihre ersten Schritte und besondere Momente

Bekks, du bist im Sommer aus der Bayernliga der männlichen U15 von der JFG Wendelstein zum Club gewechselt. Wie war der Wechsel für dich und was waren die größten Unterschiede, auf du dich erstmal einstellen musstest?
Da ich sofort von der gesamten Mannschaft und dem Trainerteam gut aufgenommen wurde, fiel mir der Wechsel sehr leicht. Das Teamgefühl, das ich als einziges Mädchen bei den Jungs nur zum Teil miterleben durfte, ist mir in den ersten Wochen besonders positiv aufgefallen, ebenso wie die professionellen Bedingungen.

Was hast du dir im Sommer erhofft, als du an den Valznerweiher gewechselt bist?
Mein Ziel war es, mich fußballerisch weiterzuentwickeln und bei einer ersten Damenmannschaft möglichst viel Spielzeit zu bekommen.

16 Jahre, Stammspielerin, fünf Pflichtspiele und immer gesetzt, dein 1. DFB Pokalspiel, Elfmeter verschossen, deine erste Torvorlage, vier Spiele und vier Siege, Platz 1 in der Tabelle und das alles in deinen ersten sechs Monaten. Wie siehst du deine Entwicklung im ersten Halbjahr? Und hast du mit so einem Sprung gerechnet?
Ich habe schon sehr viel erleben dürfen, wofür ich auch dankbar bin, aber ich möchte mich natürlich auch noch weiter verbessern. Klar hätte ich nicht damit gerechnet, mich so gut und schnell in das Spielsystem zu integrieren. Dass ich mich speziell im athletischen und technischen Bereich im ersten Halbjahr verbessern konnte, motiviert mich, aber ich möchte mich auf diesem Sprung nicht ausruhen, sondern eher darauf aufbauen.

Hast du einen Moment, der dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Einen speziellen Moment gibt es für mich nicht, aber besonders in Erinnerung geblieben ist mir mein erstes Pflichtspiel für den Verein, von dem ich schon seit klein auf Fan bin. Ganz speziell war auch mein erstes DFB-Pokalspiel, da das noch einmal eine ganz andere Atmosphäre und Aufregung war.

Du musst Leistungssport und die Oberstufe unter einen Hut bekommen. War das eine große Umstellung für dich?
Zu Beginn war es schon eine Umstellung, weil ich jetzt noch einmal mehr Zeit in die Schule investieren muss, aber auch bei meinem neuen Verein gleich Vollgas geben wollte. Da ich beides durch Einsätze in höherklassigen Junioren- und Auswahlmannschaften auch schon die Jahre davor mit einem guten Zeitmanagement ordentlich machen konnte, war es keine sehr große Umstellung, vor allem, weil ich jetzt nicht mehr so lange Anfahrtszeiten zum Training habe. Dennoch frisst das Spagat zwischen Schule und Training natürlich viel Energie, da ich meist bis nachmittags Schule habe, dann Training und dazwischen noch lernen muss.