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01.11.2016 | U16 | erstellt von: Volker Köhn

1. FC Nürnberg U17 II – SpVgg Greuther Fürth 4:2 (2:2)

Werbung für den Mädchenfußball im Spitzenduell der Bayernliga

Am letzten Samstag trafen die BII Juniorinnen daheim vor 100 Zuschauern auf die SpVgg Greuther Fürth. Emotional sowie vor allem sportlich das Bayernliga Highlight der Vorrunde, empfing doch der Tabellenführer den Tabellenzweiten.
Schon während der Vorbereitung in der Woche merkte man die Vorfreude und Anspannung im Team und wie sich dann über 60 Clubmädels im Kreis vor dem Anstoß lautstark einschworen, war das mehr als beeindruckend.
Als dann der Unparteiische André Schillinger das Match anpfiff, merkte man förmlich, wie die Mädels die Anspannung in Konzentration auf dem Platz umsetzten.
So ging es dann auch gleich munter los, ohne großes abtasten, stand doch bei beiden Teams einiges auf dem Spiel.
Dabei nutzte das Team aus Fürth gleich die erste Möglichkeit, um FCN Keeperin Alina Krug zu testen. Diese jedoch blieb ruhig und konnte so die Chance entschärfen. Fast im Gegenzug dazu nutzte der Club den ersten Standard zum Führungstreffer. Leanna Wunsch schlenzte in der 10. Minute den Freistoß halbhoch um die Fürther Mauer herum ins lange Eck. Kleeblatt Keeperin Julia Funck hatte keine Möglichkeit zu reagieren, da der Ball erst sehr spät zu sehen war. Knappe acht Minuten später nutzte Fürth einen Zuordungsfehler in der Club Hintermannschaft, um durch Katharina Kupfer den bis dahin gerechten Ausgleich zu erzielen.
Die Clubmädels zeigten aber die richtige Reaktion und konnten ihrerseits in der 22. Minute durch Melissa Kuya-Strobel wiederum in Führung gehen. Vorausgegangen war ein perfektes Zuspiel von Tessa Groitl und Melissa konnte sich im Zentrum gegen zwei Abwehrspielrinnen und Torwart durchsetzen. Aber schon nach weiteren 3 Minuten konnte Fürth wiederum ausgleichen, da der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Aus meinem Blickwinkel eine Fehlentscheidung, da die Fürther Angreiferin unserer Abwehrspielrin in die Hacken lief und so beide zu Fall kamen. Sarah Leuthard verwandelte sicher zum 2:2.
Kurz vor der Pause konnte sich Julia Funck im Fürther Kasten noch mal auszeichnen, als Sie einen diagonal geschlagenen Ball von Tessa Groitl ins lange Eck noch von der Linie kratzte.

Unentschieden ging es in die Halbzeitpause, ein Ergebnis was den Clubberinnen so gar nicht gefiel, hatten sie sich doch mehr vorgenommen. Vor allem die Nervosität in der Hintermannschaft war schon ungewöhnlich.

In der zweite Hälfte fand die Clubreserve aber zur gewohnten Sicherheit zurück und das merkte man dem Spiel auch an. Nach vorn ging bei Fürth wenig und wenn, war es immer der gleiche Spielzug. Zu einfach für die jetzt souverän agierende Abwehr.
Und beim Club ging vorn noch mehr, da jetzt die Offensive auf den Positionen rotierte und so die Fürther Libero Spielerin zu mehr unkontrollierten langen Bällen und in Laufduelle zwang.
In der 58. Minute konnte die beste Fürtherin, Julia Funck, den Schuss von Neele Reisberger nur noch vor die Füße der heranpreschenden Melissa Kuya-Strobel klären, die dankend aus vollem Lauf einnetzte.
Ab da wirkten die Fürtherinnen angezählt. Es ging fast gar nichts mehr nach vorn, was man als Spielzug erkennen konnte. Allein lange Bälle waren zu sehen.
Der Club seinerseits wirkte immer noch frisch und setzte sein Pressing auf die Fürther Abwehrreihen fort. Wiederum Julia Funck konnte einen Kopfball in letzter Sekunde entschärfen, als Neele Reisberger nach einer Ecke hochstieg und den Ball ins lange Eck lenkte.
Gegen den vierten Treffer in der 63. Minute war sie aber machtlos. Auf der linken Seite tankte sich Tabea Deiters auf die Grundlinie durch, sah die mitgelaufene Lena Graf, die allein am sechzehner Eck stand und legte den Ball zurück in den Rücken der Abwehr. Der Club Kapitän fackelte nicht lange und schlenzte hoch ins lange Eck. Ein sehenswerter Spielzug mit Ambitionen zum Tor des Monats und zugleich der Endstand.

Trainer Marcel Schmitz:“ Ein Spiel mit Werbung für den Mädchenfußball! Die erste Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. In der zweiten Hälfte sah man deutlich, wer das Spiel gewinnen wollte. Spielerisch, kämferisch sowie konditionell waren wir immer einen Schritt voraus. Was die Mädels in den zweiten 40 Minuten abgeliefert haben war einfach überragend, eine unserer besten Halbzeiten. Alle haben als Team agiert und die kleinen Fehler der ersten Hälfte ausgemerzt. Die Tore waren kein Zufall, sondern das Ergebnis aus Willen und Können.
Bedanken möchte sich das ganze Team bei allen, die zum Erfolg beigetragen haben. Vor allem bei den Clubspielrinnen, die uns unterstützt und schon zu Beginn der Partie für Gänsehaut Feeling mit ihrem Kreis gesorgt haben. Wir haben einen überragenden Zusammenhalt, der sich auch heute im Spiel widerspiegelte.
Trotz der Herbstmeisterschaft werden wir nicht die Hände in den Schoß legen und uns ausruhen, sondern demütig und konzentriert weiterarbeiten.“

Der 1.FC Nürnberg spielte mit : Allen

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