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20.11.2017 | Frauen III | erstellt von: Roland Hofmann

TSV Zirndorf - 1.FC Nürnberg III 2:3 (1:0)

Nichts für schwache Nerven!

Schon kurz nach der Anreise ging es los, es gab keine Kabine für die Clubberer, hatte man doch vergessen, das vorgezogene Spiel vereinsintern zu melden. Zum Aufwärmen verblieben dann noch ca. 20 Minuten. Nächste erwähnenswerte Aktion - der TSV wollte doch tatsächlich in den gleichen Trikotfarben antreten wie der Club. Allerdings hatte der Schiedsrichter was dagegen und nachdem die Zirndorfer keine anderen Trikots hatten, mussten sie mit Leibchen spielen.
Gespielt wurde dann auch noch - die Dritte fing sehr zart an und konnte dem Spiel gegen eine wirklich schwache Mannschaft ihren Stempel nicht aufdrücken. Dies sollte sich schon in der 10. Minute rächen. Ecke für die Heimmannschaft und die absolut ungedeckte Melisa Cavlak drückte den Ball über die Linie zur 1:0 Führung. So sollte das Spiel bis zur Pause weiter dahinplätschern. Den Gästen fiel nichts ein, etwas aus ihrer Überlegenheit zu machen. Mit insgesamt 2 Torschüssen war die Statistik auch nicht berauschend. Dazu kamen die vielen Fehlpässe im Spielaufbau auf dem schwer bespielbaren Platz.
Nach einer ordentlichen Standpauke in der Halbzeit gelobte man Besserung. Entsprechend ging es dann los und die Zirndorfer wurden komplett in die eigene Hälfte gedrängt. Der längst fällige Ausgleich dann durch Sabi Greubel in der 53. Minute. Dachte man jetzt das Spiel nach Hause schaukeln zu können, weit gefehlt! In der 54. Minute steht es wieder 2:1 für die Heimelf. Nach einem langen Ball schlief die 4er Kette und anstatt die durchgelaufene Lara Taleb zu attackieren, standen die Verteidiger da mit erhobenen Arm zur Abseitspose. Somit hatte Taleb leichtes Spiel und verwandelte sicher.
Ein erneuter Nackenschlag, aber was dann folgen sollte, war wiederum der absolute Wille, das Ding noch zu drehen. Zunächst der Ausgleich in der 64. Minute durch Jamie Meister nach einem nicht unhaltbaren hohen Distanzschuss. In der 68. Minute die vermeintliche Führung durch Meister, die den Ball aus einer Abseitsposition eingelocht haben soll und in der 74. Minute dann durch Sabi Greubel nach einer schönen Vorlage von Anamaria Liles - aber Greubel stand beim Abschluss tatsächlich gut einen Meter im Abseits.
Erst in der 82. Minute nach einem schönen Pass von Marie Gantikow kam Meister zu ihrem zweiten Torerfolg zum 2:3 nach einer Art Billard Staffette. Der Torwart ließ den Ball, resultierend aus einem Schuss von Meister abklatschen, jedoch genau wieder zurück und Meister drückte den Ball mit dem Körper irgendwie über die Linie. Ein schwer erkämpfter Sieg, der einfacher zu haben gewesen wäre, hätte man von Beginn an konzentriert gearbeitet - so musste es leider über die Nerven gehen!
Es war das letzte Spiel der Vorrunde die die Club Damen mit einem hervorragenden 4. Platz abschließen.

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