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08.05.2018 | U23 | erstellt von: Volker Köhn

VfR Stadt Bischofsheim - 1. FC Nürnberg U23 3:6 (1:2)

Warum einfach, wenn's auch schwerer geht!

Am letzten Samstag reise das Team nicht nur zum geografisch entferntesten Gegner, sondern auch zum ersten Abstiegskandidaten der Liga nach Bischofsheim. Wie in Fußballweisheiten immer gern zitiert, hat so ein Spiel seine eigenen Gesetzte. So auch dieses, da es bis eine halbe Stunde vor Spielende ergebnistechnisch gar nicht nach einer deutlichen Angelegenheit aussah, obwohl optisch alles dafür sprach. Aber man soll sich von der Optik nicht täuschen lassen.
Den ersten Dämpfer kassierte das Team in der 19. Spielminute, als durch einen langen Ball aus eigenen Hälfte, die Bischofsheimer Topstürmerin allein vor Linda im Tor auftauchte und ihr auch keine Chance ließ. Aber die Antwort folgte in der gleichen Spielminute, als Tessa Groitl den Ausgleich wieder herstellte.
Trotz spielerischer Überlegenheit, dauerte es bis zur 40. Spielminute, bis dann endlich Stefanie Köhler den Club in Führung brachte. Ein gezieltes Zuspiel aus dem Mittelfeld war der Ausgangspunkt, den sie dann durch ihre Schnelligkeit in der Offensivbewegung zu ihrem Vorteil nutze und der Keeperin im kurzen Eck keine Abwehrmöglichkeit ließ.
Nach dem Seitenwechsel drehte sich innerhalb von dreizehn Minuten das Bild. Bischofsheim ging durch ein Eigentor und einen regulären Treffer in der 58. Spielminute in Führung.
Aber die Führung sollte nicht lange Bestand haben, denn jetzt waren die Cluberinnen richtig wachgerüttelt. Die wieder genesene und eingewechselte Melissa Kuya-Strobel konnte in der 63. Minute den Ausgleich wieder herstellen und sieben Minuten später das Team durch einen Strafstoß wieder in Führung bringen. Voraus gegangen war ein Eins gegen Eins durch Stürmerin Stefanie Köhler, die von der Keeperin regelwidrig im Strafraum von den Füßen geholt wurde.
Wiederum Stefanie Köhler erhöhte in der 84. Spielminute den Vorsprung und den Abschluss markierte Denise Helmschrott mit einem sehenswerten Kopfballtreffer, zwei Minuten vor Spielende.
"Das hätte ich heute fast nicht überlebt, aber zum Glück hat die Mannschaft dann am Ende doch zugelegt. Optisch und auch spielerisch waren wir deutlich im Vorteil, aber wie so oft haben wir uns das Leben wieder schwerer gemacht, als es überhaupt durch den Gegner notwendig war. Aber es ist zu merken, dass das junge Team langsam aus den Fehlern lernt und im Laufe der Saison an Cleverness und Coolness zugelegt hat und mit Rückschlägen umgehen kann. Zudem findet es oft die richtige Antwort im Spiel, um erfolgreich daraus hervorzugehen. Das ist eine wichtige Entwicklung für die kommende Saison." so Trainer Marcel Schmitz mit seinem Statement zum Spiel.

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