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Zweiter Teil der Interview Serie - diesmal mit Kapitän Lea Paulick

Die Torhüterin der 1. Mannschaft gibt einen kleinen Einblick in die Mannschaft.

Im zweiten Teil unserer Interview-Serie sprechen wir mit unserem Kapitän Lea Paulick. Die Torhüterin der 1. Mannschaft gibt einen kleinen Einblick in die Mannschaft, erzählt über ihren Wechsel nach Nürnberg und spricht auch eine Empfehlung für junge Talente aus.

Das Warten hat jetzt ein Ende. Die Vorbereitungen auf die neue Saison starten am Dienstag. Lass uns kurz auf die vergangene Spielzeit blicken, wie war das Jahr für die Mannschaft?

Alles in allem würde ich sagen, dass es ein Jahr mit Höhen und Tiefen war. Man muss sagen, dass wir teilweise unglückliche Punkte gelassen haben, die uns jetzt am Ende zum Aufstieg gefehlt haben. Trotzdem finde ich, dass sich die Mannschaft in diesem Jahr enorm entwickelt hat. Unsere Abläufe und Spielzüge sind routinierter geworden und vor allem die jungen Spieler haben einen enormen Sprung gemacht. Es ist schade, dass es am Ende nicht mit dem Aufstieg geklappt hat, dennoch ziehe ich ein positives Resümee aus dem vergangenen Jahr. Wir sind sowohl sportlich als auch persönlich gereift.

Du spielst jetzt deine fünfte Saison beim Club und hast dich nicht nur sportlich und persönlich weiterentwickelt, sondern bist jetzt auch Kapitän der 1. Mannschaft. Wie würdest du den Schritt nach Nürnberg beurteilen?

Ich bin froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Der Club hat mich so herzlich aufgenommen und ich konnte in meiner Persönlichkeit extrem wachsen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Durch das Vertrauen und die Spielzeit, die mir der Verein schenkt, konnte ich zu einer Führungsspielerin werden und bin sehr stolz nun auch die Mannschaft als Kapitän anführen zu dürfen.

Du hast die Abläufe und den Verein vor fünf Jahren kennengelernt, gibt es große Veränderungen zu dieser Zeit?

Auf jeden Fall! Der Verein ist um einiges professioneller geworden. Die Abläufe sind viel besser koordiniert und es wird so viel Arbeit aufgewendet, um die Strukturen immer wieder zu optimieren. Die Veränderungen zu 2016 und jetzt sind wirklich ersichtlich und der Verein ist stets daran weiteren Fortschritt zu generieren. Ich bin sehr froh ein Teil dieser Entwicklung zu sein.

Die vergangene Saison hatte ja einige Überraschungen mit sich gebracht, eine tolle DFB Pokalrunde und einige andere Highlights. Leider hat es sehr knapp nicht für den Aufstieg gereicht. Dennoch: was nimmst du aus dieser Saison mit?

Mein Rückblick auf diese Saison ist wirklich positiv. Wir hatten starke Spiele, eine gute Pokalrunde und hätten uns gerne mit dem Aufstieg belohnt. Dafür müssen wir aber in der kommenden Saison gleich von Anfang an gut in die Liga starten und nicht erst in der Rückrunde damit anfangen, so wie in den vergangenen Saisons.
Fakt ist, dass wir eine der Top-Mannschaften der Liga sind und meiner Meinung nach diese Saison den Aufstieg aus eigener Kraft geschafft hätten. Dennoch bringt es nichts, traurig in die Vergangenheit zu blicken und fehlenden Punkten nachzutrauern. Ich finde, dass die Mannschaft in diesem Jahr einen enormen Sprung gemacht hat, darauf lässt sich aufbauen!

Ihr bleibt eurer Spielweise und Spielidee dennoch treu. Was bedeutet das für dich als Torhüterin? Auf was wird Wert gelegt?

Wir sind eine Mannschaft, die durch ihr Offensivspiel und das Spiel in die Tiefe lebt. Ich als Torhüterin versuche daher auch viel mitzuspielen und hoch zustehen, also offensiv zu agieren. Dennoch ist meine Hauptaufgabe mein Tor zu verteidigen und ruhig das Spiel aufzubauen. Für mich ist es wichtig, der Mannschaft von hinten heraus Sicherheit zu geben.

Der Verein setzt auf bewusst auf junge Spielerinnen und ihre Entwicklung. Du bist selber mit 16 nach Nürnberg gekommen. Was würdest du einer Nachwuchsspielerin raten, die eine Anfrage vom Club hat und wieso?

Für mich als damals eine der Jüngsten in der Mannschaft war es eine enorm große Aufgabe in den Frauenbereich reinzuwachsen. Es war sehr förderlich für meine Entwicklung mit älteren, erfahrenen Spielerinnen zusammen zu spielen und zu trainieren. Man kann sich wirklich sehr viel abschauen. Meiner Meinung nach ist der Club eine gute Adresse. Es ist toll, dass man hier als junge Spielerin das Vertrauen der Trainer bekommt, was im Erwachsenenbereich nicht selbstverständlich ist. Wir sind eine Mannschaft auf hohem Niveau, ein guter Mix aus jungen und erfahrenen Spielerinnen. Deshalb würde ich auf jeden Fall den Schritt genauso nochmal gehen und das auch weiterempfehlen.

Jetzt ist die Corona-Pause vorbei und die Vorbereitung beginnt auf die neue Saison. Wie war die Pause für dich und was sind die Ziele für die kommende Spielzeit?

Die Pause war viel zu lang und deshalb freue ich mich umso mehr endlich wieder mit den Mädels auf dem Platz zu stehen. Höchste Priorität ist es, die vergangene Saison abzuhaken und sich zu 110% auf die Vorbereitung zu fokussieren. Ich wünsche mir, dass sich unsere Neuzugänge schnell ins Team integrieren und sich bei uns wohlfühlen.
Wir sind eine Mannschaft, die von Spiel zu Spiel denkt. Deshalb liegt unser Hauptfokus darauf gleich von Anfang an gut in die Saison zu starten und aus unseren Fehlern letzter Saison zu lernen. Dennoch ist das Endziel der Aufstieg. Ich bin der hundertprozentigen Überzeugung, dass diese Mannschaft das Potenzial und vor allem die Qualität hat, dieses Ziel zu erreichen. Wir werden alles geben, um am Ende dahinzukommen, wo wir hingehören: in die 2. Bundesliga.