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Zwischen U17 und den ersten Schritten im Frauenbereich

Interview mit Jule Riegler

Unsere U17 Spielerin Jule Riegler durfte im Heimspiel gegen Frauenbiburg bei der ersten Mannschaft das erste Mal von Beginn an in der Regionalliga Süd ran. Wir haben sie nach ihrem Startelfdebut getroffen und ihre Eindrücke gesammelt.

Gegen Frauenbiburg durftest du das erste Mal von Anfang an im Erwachsenenbereich ran. Wann hast du erfahren, dass du spielen wirst und wie war deine Reaktion?

Zwei Tage vor dem Spiel habe ich erfahren, dass ich im Kader bin und von Anfang an spielen werde. Ich war etwas überrascht, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass ich noch in dieser Runde die Chance bekomme, von Anfang an zu spielen. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, weil es eine tolle Möglichkeit ist, neue Erfahrungen zu sammeln. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch sehr aufgeregt und nervös war.

Am Ende stand gegen Frauenbiburg ein 4:0 Sieg. Wie lief das Spiel für dich persönlich ab?

Am Anfang war ich sehr nervös. Im Laufe des Spiels bin ich zunehmend sicherer geworden und habe auch dank der Unterstützung der anderen gut ins Spiel gefunden. Ich war sehr froh, dass ich von Beginn an gut ins Team integriert und immer ermutigt wurde, auch wenn mal ein Fehler passiert ist. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht in der Damenmannschaft zu spielen, und dass am Ende ein deutlicher Sieg für uns stand, war natürlich ein tolles Gefühl.

Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen Frauen Regionalliga Süd und U17 Juniorinnen Bundesliga?

Ein großer Unterschied ist das Spieltempo, das in der Frauen Regionalliga deutlich höher ist als in der U17-Bundesliga. Man muss viel schnellere Entscheidungen treffen und hat am Ball nicht so viel Zeit, wie man es noch in der U17 hat. Außerdem ist die Spielweise deutlich robuster und körperbetonter als in der U17. Da die Mannschaft schon mehrere Jahre zusammenspielt, sind die Abläufe deutlich eingespielter und man kennt sich gegenseitig besser. In der U17 ist es deutlich schwerer diese Routine zu bekommen, da die Mannschaft immer nur ein Jahr zusammenbleibt und am Ende der Saison ein großer Teil der Mannschaft aus der U17 rauskommt und wieder neue Spielerinnen dazu kommen.

Wie meisterst du die teilweise Doppelbelastung zwischen Damen- und U17- Mannschaft?

Da die U17-Bundesliga Saison sehr lange Spielpausen von teilweise 3-4 Wochen hat, ist der Spielplan zum Glück so, dass es nur ein Wochenende gab, an dem ich sowohl samstags als auch sonntags ein Spiel hatte, von daher war es kein Problem. Dass ich öfter trainiere, ist zwar zeitweise sehr anstrengend, aber es macht mir immer sehr viel Spaß. Außerdem habe ich zwischendurch immer mal wieder Pausen zur Regeneration. Von daher hat es bisher immer gut geklappt, die Doppelbelastung zu meistern.

Was kannst du aus den absolvierten Spielen mit in den Endspurt in der U17 Juniorinnen Bundesliga mitnehmen?

Auf jeden Fall kann ich die vielen positiven Erfahrungen, die ich gemacht habe, mit in unseren Endspurt nehmen. Auch einige Tipps zur Verbesserung meines Spiels kann ich gut für die letzten Spiele gebrauchen und werde versuchen sie in der U17 umzusetzen. Den Teamgeist bei der Damenmannschaft finde ich beeindruckend, es ist toll, dass jeder jeden unterstützt. Das nehme ich gerne mit, weil wir das in der U17 für die letzten beiden Spiele genauso brauchen.